Intuitiv sammelte Marica Schaafhausen über drei Jahrzehnte Pflanzen und Blüten. Sie wurden abgelegt, ihrem Dasein überlassen und schafften einen eigenständigen Resonanzraum, indem sie beim Betrachten eine andere Sicht auf die Dinge eröffneten. Flammenartige Gebilde, schwebende Geister, poröse Landschaften, feingliedrige Organismen, die sich in ihrer eigenen und einzigartigen Haltung präsentieren. Kraftvoll und monumental treten sie gegenüber, und wirken doch gleichzeitig fragil. Wissensträgerinnen, Erinnerungsspeicher und Inspirationsquellen zugleich.
Aus einem tief verankerten Wissen, das Menschen und Pflanzen von Natur aus gegeben wurde, wächst ein Überlebenswille, um zu wachsen und sich anzupassen, wieder aufzustehen, sich zu entfalten und schließlich Wurzeln zu schlagen. Parallelen zwischen Menschen und Pflanzen wie Anpassungsfähigkeit, Resilienz und der Wille zur Existenz greifen die Tableaus auf.
Die Wahrnehmung der Verformungen und der Haltung der Pflanze ist für Jeden eine andere. Die Vergrößerungen laden zum Erforschen und Erkennen ein. Ob Geister, Märchenwald, Landschaften, Organismen oder Sexualität – die Werke erzeugen ganz unterschiedliche Wahrnehmungen, Assoziationen und Anhaltspunkte. Die Sinne zu berühren und Gedanken neue Impulse zu geben, ist der Kern der Arbeit „Resonanzräume“.